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10. März 2008
Die SP des Sensebezirks hat einen neuen Präsidenten
Grossrat Martin Tschopp hat nach vier Jahren als Parteipräsident demissioniert. Die SP Sense wird neu von Ludwig Zurbriggen geleitet.
Anton Jungo
«Ich kam mir oft wie ein Rufer in der Wüste vor», blickte Martin Tschopp am Freitag in St. Ursen ernüchtert auf seine vierjährige Amtszeit als Präsident der sozialdemokratischen Partei des Sensebezirks zurück. Nachdem Staatsrat Erwin Jutzet den abtretenden Präsidenten als «Energiebündel» und «Mann mit Überzeugungskraft» gewürdigt hatte, relativierte Tschopp seine Ernüchterung einwenig. «Ich wollte vielleicht zu viel und habe die andern überfordert.»
Die SP Sense sei nun einmal eine Organisation ohne grosse Hausmacht, meinte Erwin Jutzet. Sie sei ein Podium, wo Ideen ausgetauscht und lanciert würden. «Aber auch der Erfolg bei den letzten Wahlen zeigt, dass wir der sozialdemokratischen Sache gedient haben», sagte der Justizdirektor.
Soziale Gerechtigkeit und Umwelt
Zum Nachfolger von Martin Tschopp wurde der 42-jährige Sozialwissenschafter Ludwig Zurbriggen aus Rechthalten gewählt. Er ist Dozent an der Hochschule für Sozialwissenschaften in Luzern. «Ich finde es wichtig, dass die SP gut geführt wird.». Es gebe ihm Befriedigung, wenn er sich für soziale Gerechtigkeit und Umweltanliegen einsetzen könne. «Mir ist es wichtig, mich für die Lebensqualität im Sensebezirk zu engagieren.»
Nach zehnjähriger Arbeit im Vorstand hat Verena Loembe, Düdingen, ihre Demission eingereicht. Sie sei viel mehr als nur die Sekretärin der Partei gewesen, lobte sie Martin Tschopp. Er erinnerte daran, dass vor ihm das Präsidium während vier Jahren vakant gewesen sei. «In dieser Zeit hat sie die Partei gemanagt.»
Neu wird Michael Perler aus Wünnewil das Sekretariat führen. Ursula Krattinger-Jutzet wurde als Kassierin bestätigt. Der abtretende Präsident wird der Partei weiterhin zur Verfügung stehen.
Nach den Wahlen ist vor den Wahlen
Martin Tschopp rief seine Kollegen dazu auf, den neuen Vorstand zu unterstützen. Er wies auf das Super-Wahljahr 2011 hin, wo auf allen Ebenen Wahlen stattfinden werden. Ein Projekt, das nach ihm unbedingt an die Hand genommen werden sollte, ist die Revision der Statuten. Stammen diese doch aus dem Jahr 1976.