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Mittwoch 15. November 2006, Sense
Bereit für den entscheidenden Wahlgang
Sensler Bezirksparteien nehmen Stellung zu den Oberamts-Kandidaten
René Aeby, CVP, und Nicolas Bürgisser, unabhängig, treten am 26. November zum zweiten Wahlgang für die Oberamtmann-Wahl im Sensebezirk an. Die Parteien haben in der Zwischenzeit Position bezogen.
Von ANTON JUNGO
Drei Kandidaten hatten sich am 5. November für das Amt des Oberamtmanns des Sensebezirk beworben. Keiner hatte im ersten Wahlgang das absolute Mehr, das bei 6033 Stimmen lag, geschafft. Mit 4609 Stimmen (38,2 Prozent Stimmenanteil) erzielte der unabhängige Nicolas Bürgisser das beste Resultat. Mit 4204 Stimmen (34,84 Prozent) folgte René Aeby, der auf der Liste der CVP kandidierte. Joseph Brügger, Kandidat der CSP, erreichte 3252 Stimmen (26,95 Prozent) und schied als Letztplatzierter für den zweiten Wahlgang aus.
FDP unterstützt René Aeby
In der Zwischenzeit sind Nicolas Bürgisser und René Aeby für den zweiten Wahlgang in den Startlöchern. Die Bezirksparteien haben ihre Parolen herausgegeben, wen sie bei der Wahl unterstützen. Der Vorstand der FDP Sense erachtet beide Kandidaten weiterhin als wählbar. Bei ihrer Wahlempfehlung nimmt die Partei aber Rücksicht auf die Allianz zwischen CVP und FDP auf kantonaler Ebene. Der Vorstand ist überzeugt, dass die Allianz auch im zweiten Wahlgang der Staatsratswahlen spielt, und empfiehlt deshalb auf Bezirksebene den CVP-Kandidaten René Aeby zu wählen.
SVP für Nicolas Bürgisser
Wie Gaston Waeber, Vizepräsident der SVP Sense, gestern auf Anfrage erklärte, hat der Parteivorstand am Sonntag seinen Entscheid für den ersten Wahlgang erneuert. Er hat beschlossen, auch beim zweiten Wahlgang den unabhängigen Kandidaten Nicolas Bürgisser zu unterstützen. Die Freie Liste Sense (FLS), die für einen Wechsel im Oberamt eintrat, unterstützte im ersten Wahlgang den CSP-Kandidaten Joseph Brügger. Eigentlich hätte die Gruppierung den unabhängigen Kandidaten Nicolas Bürgisser unterstützen wollen. Da dieser aber von der SVP zur Wahl empfohlen wurde, nahm die FLS Abstand von einer Unterstützung. «Die Meinungen in unserer Gruppierung sind gespalten, deshalb haben wir für den zweiten Wahlgang Stimmfreigabe beschlossen», betont Albert Studer.
CSP für René Aeby
Die Parteileitung der CSP Sense habe die Ausgangslage punkto zweiten Wahlgang ins Oberamt analysiert und diskutiert. «Unser (sehr ausgewiesener) Kandidat Joseph Brügger hat leider den Einzug in den zweiten Wahlgang nicht geschafft, was wir sehr bedauern», heisst es in der Stellungnahme der CSP. «Es ist für die Partei sehr schlecht vorstellbar, dass sie im zweiten Wahlgang Nicolas Bürgisser, den abtrünnigen CSP-Mann, unterstützt», erklärt Erich Bapst gegenüber den FN. «Die Parteileitung der CSP Sense kommt deshalb nicht umhin, René Aeby zur Wahl zu empfehlen.»
SP: Keine Wahlempfehlung
Die SP Sense verzichtete im ersten Wahlgang auf die Nominierung eines eigenen Kandidaten. Sie hatte damals Joseph Brügger, Kandidat der CSP, ihre Unterstützung zugesagt. Weil Brügger nach dem ersten Wahlgang ausgeschieden ist, hat der Parteivorstand der SP Sense am Dienstagabend beschlossen, keine Wahlempfehlung herauszugeben. «Der Vorstand hat die Stimmfreigabe einstimmig beschlossen», sagte Martin Tschopp, Bezirkspräsident, gegenüber den FN.