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18. März 2006

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Samstag 18. März 2006, Kanton

Erwin Jutzet will in den Staatsrat

Das SP-Kandidatenticket nimmt Gestalt an
Der amtierende Staatsratspräsident Claude Grandjean wird bei den Wahlen am 5. November 2006 nicht mehr antreten. Hingegen hat die SP Sense am Freitag die Kandidatur von Nationalrat Erwin Jutzet angekündigt.
Von WALTER BUCHS

Wie die SP Freiburg in einer Pressemitteilung bekannt gibt, hat die Kantonalpartei formell davon Kenntnis genommen, dass Staatsratspräsident Grandjean keine dritte Amtsperiode mehr anstreben werde. Der Justiz- und Polizeidirektor, der seit 1996 im Staatsrat ist und anfangs September 2006 63-jährig wird, hatte dies bereits in einem Interview mit den FN Ende Jahr durchblicken lassen.
Bereits steht fest, dass auch seine Parteikollegin Ruth Lüthi im Herbst nicht mehr antreten wird. Gemäss neuer Verfassung ist ein Rücktritt nach drei Amtsperioden (15 Jahre) zwingend. Somit sind nun beide SP-Sitze frei.

Sensler Kandidatur
Nachdem die SP See in der vergangenen Woche die 51-jährige Juristin Bernadette Hänni, Murten, ins Rennen um den Staatsrat geschickt hat, hat die SP Sense am Freitag mitgeteilt, dass der Vorstand einstimmig den bald 55- jährigen Nationalrat Erwin Jutzet, Schmitten, vorschlage. In einer Pressemitteilung wird an die verschiedenen Stationen seiner nun 25 Jahre dauernden politischen Karriere erinnert, die mit dem Präsidium des Grossen Rates im Jahre 1995 einen ersten Höhepunkt erreicht hatte.

Wie Erwin Jutzet den FN gegenüber sagte, ist der Entscheid, im Kanton Regierungsverantwortung übernehmen zu wollen, in den vergangenen Monaten gereift. Er liebe die Politik und den Kanton, zu dem er dank der verschiedenen Mandate, die er innehatte und immer noch innehat, viele Anknüpfungspunkte habe. In Bundesbern, wo er beispielsweise seit anfangs 2006 die aus beiden Kammern zusammengesetzte Gerichtskommission zur Vorbereitung der Bundesgerichtswahlen präsidiert, sei er gut vernetzt. «Mit diesem Netzwerk könnte ich dem Kanton etwas bringen und ich habe immer noch das nötige innere Feuer dazu», unterstreicht er.Neben Bernadette Hänni und Erwin Jutzet steht auf SP-Seite ebenfalls die Kandidatur von Erika Schnyder fest, die bereits im vergangenen Herbst von ihrer Ortssektion Villars-sur-Glâne vorgeschlagen wurde. Weitere mögliche Kandidaten bei den Sozialdemokraten sind die letztjährige Grossratspräsidentin Anne-Claude Demierre aus dem Greyerzbezirk und Grossrat Jean-François Steiert aus der Stadt. Für diese beiden gelegentlich als mögliche Kandidaten genannten Personen liegen im Moment allerdings keine formellen Vorschläge vor, sagte Kantonalpräsidentin Solange Berset auf Anfrage. Es sei auch noch nicht beschlossen, mit wie vielen Kandidaten die SP ins Rennen steigt. Das werde der Parteikongress am 1. Juni entscheiden und gleichentags die Kandidierenden bestimmen.Wie Ruth Lüthi kann auch Michel Pittet, CVP, im Herbst nicht mehr kandidieren. Die Partei hat bereits beschlossen, dass sie mit einer Vierer-Liste antreten wird. Neben den beiden Amtierenden Isabelle Chassot und Beat Vonlanthen steht für den Moment der Greyerzer Pierre-André Kolly, amtierender Ammann von Marsens, als Kandidat fest (FN vom 15. März). Andere Bezirksparteien haben sich bis jetzt noch nicht verlauten lassen. Die kantonale Delegiertenversammlung wird Ende April entscheiden.Die FDP hat in Absprache mit der CVP beschlossen, mit zwei Kandidaten anzutreten. Seit dieser Woche steht fest, dass der amtierende Finanzdirektor Claude Lässer dabei von Oberamtmann Jean-Claude Cornu, Romont, begleitet wird. Mit weiteren Vorschlägen ist kaum zu rechnen.

Ambitionen der SVP und CSP
Ambitionen, namentlich angesichts der Dreier-Vakanz, haben ebenfalls CSP und SVP. Wie CSP-Vizepräsidentin Marie-Thérèse Weber-Gobet sagte, steht allerdings noch kein Name fest.
Nicht sicher ist im Moment zudem, ob die CSP mit einer eigenen Liste antritt. Es finden noch Gespräche unter den linken Parteien statt. Sicher ist hingegen, dass sich die SVP mit einer eigenen Liste an den Staatsratswahlen 2006 beteiligt. Vorderhand hat die Ortssektion Châtonnaye Grossrat und Ammann Pierre-André Page zuhanden der Bezirkspartei nominiert.


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