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Montag 27. November 2006, Kanton
Erster Sensler Sozialdemokrat in Regierung
Der neue Sensler SP-Staatsrat Erwin Jutzet ist nach den Hochs und Tiefs des Wahlsonntags sehr erleichtert über den Ausgang der Wahl. Im Heimatbezirk war die Unterstützung nicht gerade überwältigend. Ausschlaggebend für das Stimmvolk war sicher der Wille für eine ausgeglichene Regierung und ebenfalls für eine ausgewogene SP-Vertretung (Mann/Frau, Deutsch/Welsch)», sagt der frischgewählte Staatsrat den FN gegenüber. «Das Gerechtigkeitsgespür der Leute hat gespielt. Trotz der Lokomotive der CVP-FDP-Allianz hat sich das Volk für die Kontinuität ausgesprochen.
Ich bin von meinem Ergebnis in gewissen Sensler Gemeinden etwas enttäuscht. Auch im Bezirk als Ganzes ist das Resultat nicht sehr gut. Mit Beat Vonlanthen war bereits ein Sensler im Staatsrat. Das hat wohl dazu geführt, dass es nicht so einfach war, die Leute zu mobilisieren. Umso mehr bin ich jetzt sehr glücklich, dass ich als erster gebürtiger Sensler Sozialdemokrat in die Regierung gewählt wurde. Als Staatsrat werde ich jeweils einschreiten, wenn ich feststelle, dass Deutsch und Französisch nicht gleich behandelt werden.
Was die Departementsverteilung anbelangt, ist zu sagen, dass die Direktionen der zwei ausscheidenden SP- Staatsräte neu zu besetzen sind. Von unserer Herkunft her ist es natürlich, dass Anne-Claude Demierre das Soziale übernimmt und ich Justiz und Polizei. Wenn die Konstellation anders wäre, hätte mich das Soziale auch interessiert. Aber Bisherige wollen vielleicht eine der beiden Direktionen.»
Montag 27. November 2006, Schwerpunkt
Zusammensetzung bleibt gleich
Spannender zweiter Wahlgang für den Staatsrat
Claude Lässer (FDP), Georges Godel (CVP) sowie die SP-Vertreter Anne-Claude Demierre und Erwin Jutzet haben einen Sitz in der Freiburger Regierung erobert.
Spannender hätte der zweite Wahlgang für den Staatsrat am Sonntag nicht verlaufen können. Mit dem Ergebnis der letzten Gemeinde, der Stadt Freiburg, vermochte der SP-Nationalrat Erwin Jutzet noch den FDP-Vertreter Jean- Claude Cornu zu überholen und somit der SP den zweiten Sitz zu sichern. Demnach ändert sich nichts an der parteipolitischen Zusammensetzung der Freiburger Regierung: drei CVP-, zwei SP-, ein FDP-Vertreter und ein Unabhängiger werden den Staatsrat in den nächsten fünf Jahren bilden. Auch zwei Frauen und zwei Deutschfreiburger haben wieder Einsitz in die Freiburger Regierung genommen.
Im Grossen Rat konnte die SVP ihre Sitzzahl zwar von 16 auf 18 erhöhen, obwohl das Kantonsparlament nur noch 110 statt 130 Sitze zählt. Ihr Staatsratskandidat Pierre-André Page blieb gestern jedoch chancenlos.